UnVergessen

Quelle: Privat (selbstgemalte Ostergrüße einer Teilnehmerin)

Briefe gegen die Einsamkeit

Als Reaktion auf das momentane Besuchsverbot in allen Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen haben wir die Aktion Briefe gegen die Einsamkeit ins Leben gerufen:

Interessierte junge Menschen schicken Briefe, selbstgebastelte Grüße und andere Aufmerksamkeiten an Menschen in Pflegeeinrichtungen. Unser Ziel ist es, den dort lebenden Menschen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind und wir ihnen unsere Gedanken und Wünsche per Brief schicken. Gerade über den Brief kann im besten Fall eine Erinnerung an alte Zeiten wachgerufen werden. Ebenso sind wir uns sicher, dass sich jeder über einen persönlichen Brief freut – zeigt er doch, dass jemand an einen denkt und sich Zeit nimmt, diesen Gruß zu formulieren!

Quelle: A. Hensel (Brief zur Kontaktaufnahme)

Im Rahmen der Teilnahme wird jeweils eine interessierte junge Person an eine Person, die in einem unserer kooperierenden Pflegeheime lebt, vermittelt. Die junge Person schreibt einen ersten Brief zur Kontaktaufnahme und schickt diesen in das jeweilige Pflegeheim. Die dort lebende adressierte Person entscheidet selbst, ob und in welcher Form sie wiederum antwortet. Um diese Rückantwort zu erleichtern, wird jedem ersten Brief ein rückadressierter und frankierter Umschlag beigelegt. Unsere Hoffnung ist, dass sich auf diese Weise eine Brieffreundschaft zwischen zwei Personen entwickelt, die zunächst über die Zeit der sozialen Isolierung hilft – und vielleicht sogar diese Zeit überdauert, sei es in fortgeführter schriftlicher Form oder in persönlichen Kontakten ...

Quelle: Privat (Ostergruß einer Teilnehmerin)

Nach unserem Aufruf zur Beteiligung an der Aktion Ende März/Anfang April 2020 haben sich innerhalb kürzester Zeit sehr viele engagierte Personen gefunden, die sich am Briefeschreiben beteiligen möchten. Ebenso haben sich viele Einrichtungen gefunden, die ihrerseits Interesse haben, dass ihre BewohnerInnen unsere Grüße erhalten. Innerhalb von zwei Wochen konnten wir so 155 junge Menschen an insgesamt 157 Personen, die in 12 unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen im Ruhr-Gebiet leben, vermitteln. Wir freuen uns unglaublich, dass unser Aufruf auf so viel Interesse von beiden Seiten gestoßen ist und hoffen sehr, dass wir diesen über 300 Menschen eine kleine Freude bereiten können. In unseren Augen ist es ein wunderbares Zeichen der Solidarität und des sozialen Engagements!

Quelle: D. Cicek (Ausschnitt aus dem Brief zur Kontaktaufnahme)

An dieser Stelle möchte ich mich – im Namen des Teams – sehr herzlich bei allen engagierten Personen bedanken! Ich finde es ermutigend und toll, dass Sie dabei sind, unsere Idee mit Leben füllen und ihre Grüße und Gedanken in die Welt schicken! Zudem möchte ich ebenso herzlich den kooperierenden Einrichtungen danken – für ihr Vertrauen uns gegenüber und die damit verbundene Vermittlung an ihre BewohnerInnen! Wir hoffen, dass diese Aktion etwas Positives anstößt, zu neuen Kontakten führt und auch über eine längere Zeit Zeichen setzen kann!

Auf dieser Seite sehen Sie als Eindrücke einige Auszüge aus ersten Briefen und verschickten selbstgebastelten und -gemalten Ostergrüßen. Wir wünschen viel Spaß beim Betrachten und Durchlesen!
Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, freuen wir uns über Nachrichten an uns!

Im Namen von UnVergessen und der Aktion Briefe gegen die Einsamkeit
Katrin B. Karl

Quelle: Privat (Brief zur Kontaktaufnahme einer Teilnehmerin)
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